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Mittwochs jeweils ab München und Frankfurt.
Für Flüge ab Hamburg*, Berlin* und Stuttgart* Termine auf Anfrage.
22. / 29. August 2012
05. / 12. / 19. September 2012
Preis pro Person
am 22.08., 12.09. und 19.09.2012
EUR 1198 im Doppelzimmer
EUR 180 im Einzelzimmer
am 29.08. und 05.09.2012
EUR 1248 im Doppelzimmer
EUR 180 im Einzelzimmer
* Flughafenzuschlag EUR 30
WICHTIG:
Leser von Chrismon und der Kirchenpresse geben bitte bei Buchung ihren VIP-Reisecode an.
Mit dieser Kulturreise im Nordosten der Türkei fügen wir unserem Reiseangebot eine neue, außergewöhnliche Route hinzu. Auf relativ kleinem Raum finden sich vielfältige 'Höhepunkte' - durchaus im Sinne des Wortes gemeint, denn nur ca. 15-20km vom Strand des Schwarzen Meeres entfernt ragen die Gipfel des Ostpontischen Gebirges bis zu 3932m auf. Wenn Sie die Türkei bereits auf anderen Reisen begeistert hat, werden Sie von dem hier zu Sehenden umso mehr fasziniert und beeindruckt sein.
Vieles ist anders, ursprünglicher und intensiver.
Kulturgeografisch sind Küste und Bergwelt gleichermaßen hochinteressant. Wir verbinden beides und beginnen unsere Reise am Schwarzen Meer. Die ganzjährig tiefgrünen, dicht bewaldeten und von Teeplantagen überzogenen Hänge zeugen mit ihrer subtropischen Vegetation von einem feuchtmilden Klima. Seit dem 7. Jh. v. Chr. bildeten sich hier griechische Kolonien, so z.B. Trapezus, das heutige Trabzon. Griechische Mönche waren es auch, die das Sumela-Kloster gründeten. Kein Zufall wohl, dass seine spektakuläre Lage an den Heiligen Berg Athos erinnert.
Das Ostpontische Gebirge grenzt die Küstenregion markant nach Süden ab.
Zum Meer gerichtet finden Sie an seinen Hängen malerische Almen, die so gar nicht in das gängige Türkei-Klischee passen wollen. Im Talsystem des Coruh bestand inmitten dieser Bergwelt das an mittelalterlicher Kunst und Architektur überaus reiche Tao-Klardschetien, ein Königreich, das unter den georgischen Bagratiden um die Jahrtausendwende politische und ökonomische Macht entfaltete. Die Bauten dieser Zeit, von denen wir Ihnen insbesondere die christlichen Klöster und Kirchen zeigen möchten, zeugen von innovativem Kunstverständnis. In ihrem heute dörflich-traditionellen Umfeld muten sie wie vergessene Relikte einer einstigen Hochkultur an. Zum Ausklang der Reise erreichen wir in der baumlosen Steppenlandschaft von Kars mit der Ruinenstätte Ani die bedeutendste altarmenische Hinterlassenschaft in der Türkei, eine gigantische "Stadt der 1001 Kirchen". Mit einem Zwischenstopp in Istanbul kehren wir in das Hier und Jetzt zurück: Facetten des Reiselandes Türkei, wie sie vielfältiger nicht sein können.
Der Nordosten der Türkei ist keine Reise-Rennstrecke weil Landschaft und Infrastruktur dem (Massen-) Tourismus natürliche wie auch praktische Hindernisse bieten und zudem die Saison nur kurz ist. Wir wollten unbedingt einen Schwerpunkt im ländlichen Raum setzen statt nur zur nächsten großen Stadt durchzufahren. Denn die Uhr tickt: Das Talsystem des Coruh-Flusses wird sehr bald in gigantischen Staudammprojekten untergehen. Noch können Sie hier eine Kulturlandschaft erleben, die Sie in vielerlei Hinsicht überraschen und begeistern wird. Entdecken Sie sie, es lohnt sich und sie wird bald unwiederbringlich verloren gehen.
Mit einem Linienflug von Turkish Airlines reisen Sie via Istanbul nach Trabzon. Hier begrüßt Sie Ihr Reiseleiter und begleitet Sie auf dem Weg zum Hotel. Ihre Unterkunft liegt sehr zentral und vielleicht mögen Sie nach dem Abendessen noch einen Bummel unternehmen?
Das Sumela-Kloster ist ein für Christen und Muslime wichtiger Wallfahrtsort, der in spektakulärer Lage wie ein Adlerhorst in über 1000m Höhe am Fels klebt. Zwei griechische Mönche sollen hier in einer Höhle eine vom Evangelisten Lukas gemalte Marienikone gefunden haben. Mittags kehren wir zur Küste zurück. Im 13. Jh. wurde Trabzon Hauptstadt des Exil-Kaiserreiches Trapezunt. Aus dieser Zeit stammt die Hagia Sophia, die sich am berühmten Vorbild in Istanbul orientiert. Die Grundkonzeption als Kreuzkuppelkirche hat griechischen Ursprung, zeigt jedoch auch regionale armenische und georgische Einflüsse. Die Fresken zählen zu den bedeutendsten erhaltenen byzantinischen Kunstwerken. Auf der Küstenstraße fahren wir nach Rize, wo Sie Ihr Hotel direkt am Schwarzen Meer erwartet.
Der türkische Tee-Gigant lädt zum Nationalgetränk ein und wir erfahren viel über die Pflanze, die uns weit hinauf in die Berge begleiten wird. Vor der Kulisse des Kackar Dagi unternehmen wir im Firtina-Tal einen Alm-Spaziergang und genießen unsere Pause am Fluss. Dann folgen wir der Küste bis Hopa, verabschieden uns vom Schwarzen Meer und erreichen das Coruh-Tal, das aktuell durch gigantische Staudammprojekte umgestaltet wird. Es ist geoökologisch als Rast- und Durchzugsraum für Zugvögel sehr wichtig und durch die Stauseeprojekte in höchstem Maße gefährdet. Abends erreichen wir das Bergstädtchen Yusufeli und beziehen unser familiengeführtes Hotel für 3 Nächte.
Gemäß aktueller Planung ist auch für Yusufeli ein Staudamm geplant, der diesen sehr artenreichen Abschnitt des Coruh-Tals mitsamt seiner Nebentäler fluten soll. Werden die Kirchen, die wir heute besuchen, dann per Schiff zu erreichen sein? Es geht bis auf 1200m hinauf in das Kackar-Gebirge. Wir besuchen die Kirche Parhal, die 961-973 gebaut und Johannes dem Täufer geweiht wurde. Sie war Teil einer Klosteranlage. Wir erleben Fauna und Flora bei einer kleinen Wanderung und genießen unser Picknick im Gebirge. Spätnachmittags bieten wir Ihnen einen fakultativen Ausflug an (Dauer ca. 2,5-3h, EUR 15, bitte anmelden). Er führt zur idyllischen, abgelegenen Dört Kilise, einst wichtiges Zentrum von Bildung und Kultur. Die Basilika datiert um 965. Vier Kirchen lagen in diesem malerischen Tal und nur diese ist als Ruine mit reichem Fassadenrelief und Fragmenten der Fresken erhalten.
Türkisgrün schimmert der 10km lange Tortum-Bergsee. Das nahe gelegene, um 963 entstandene Kloster Osk Wank wirkt monumental. Im 11. Jh. war es eine der wichtigsten Diözesen und berühmt für seine Manuskripte. Die Gestaltung der Fassade ist bemerkenswert aussagekräftig. Die Kirche wird von einem Refektorium, Skriptorium und Kapellen ergänzt, die z.T. als Stall genutzt werden. Wir versuchen sie beim Spaziergang in dem noch sehr traditionellen Dorf auszumachen. Die ab 978 erbaute Kuppelkirche dient heute als Moschee. Der Tambour der Kuppel ist in georgischer Formensprache gestaltet und die Fresken des Innenraums lassen die einstige Farbenpracht ahnen. Wir schließen den Tag mit einer Panoramafahrt durch die Berge ab, die uns u.a. in den Ort Oltu führt. 1920 erlangte er im Türkisch-Armenischen Krieg traurige Berühmtheit. Hier wird ein fossiles Baumharz gewonnen, das als "Türkischer Bernstein" ein beliebtes Souvenir ist.
Nach eindrucksvoller Fahrt erreichen wir die imposante Kathedrale des kleinen Dorfes Ishan. Das Gotteshaus geht auf das 7. Jh. zurück und erfuhr mehrere Umbauten. Überaus eindrucksvoll scheint die frei auf den Vierungspfeilern ruhende Kuppel im Licht des Himmels zu schweben. Filigrane Steinmetzarbeiten zeigen typische Motive. Wie eine kleine Burg erhebt sich der Zentralbau von Bana über der Talebene. Bana hatte den Status einer Königskirche der georgischen Bagratiden. Wir verbinden die Besichtigung mit einem Spaziergang und genießen die Ruhe der Landschaft. In seinem Buch "Schnee" beschreibt Orhan Pamuk den Charakter von Kars (1768m) treffend. Vor Ani war Kars Hauptstadt des Armenischen Reiches. Heute ist sie eine Provinzstadt, die den Einfluss der russischen Herrschaft von 1877 bis 1921 deutlich erkennen lässt. Der Anteil an Christen war damals hoch, viele Siedler stammten aus Deutschland.
Unsere Empfehlung: Kars blickt auf eine sehr alte Teppich-Tradition zurück. Die typischen Muster sind geometrisch und vom nahen Armenien und anderen kaukasischen Regionen beeinflusst. Selbst in dieser bitterarmen Region wird nicht mehr geknüpft, so erfuhren wir. Durch den Konkurrenzdruck moderner Billigimporte stirbt die Knüpfkunst aus. Einige alte Stücke gibt es noch, doch die handwerkliche Produktion konzentriert sich heute zunehmend auf Kelims. Diese Studienreise schließt keine organisierten Shopping-Gelegenheiten ein. Bitte sprechen Sie Ihren Reiseleiter an, wenn Sie im Anschluss an das Tagesprogramm Interesse haben, mehr über dieses Kulturgut zu erfahren.
Durch baumlose Steppe erreichen wir an der armenischen Grenze Ani, eine der großartigsten Ruinenstätten der Türkei. Nur wenige Touristen kommen in diese abgelegene Gegend. König Aschot III. aus dem Geschlecht der Bagratiden (951 - 977) machte Ani 961 zur Hauptstadt seines armenischen Königreichs. 100.000 Einwohner und mehr als 1000 Kirchen zählte die an der Seidenstraße gelegene Stadt, als sie 1045 den Byzantinern übergeben wurde. Auf unserer Wanderung entdecken wir im weitläufigen Gelände zahlreiche Ruinen, die die Charakteristika der armenischen Baukunst aufweisen. Die Kathedrale war geographischer Mittelpunkt und Zentrum des religiösen Lebens. Ihre Fertigstellung verzögerte sich bis 1001, nachdem der Architekt zur Restaurierung der Hagia Sophia nach Istanbul reisen musste. Nach einem Mittagsimbiss tun wir es ihm gleich, verabschieden uns von unserer Reiseleitung und fliegen von Kars aus in die Millionenstadt am Bosporus.
Morgens gibt unsere Panoramafahrt einen Eindruck von der Metropole auf der Grenze zwischen Europa und Asien. Anschließend Freizeit, um Hagia Sophia, Blaue Moschee, Topkapi Palast oder Großen Basar individuell anzusehen. Gegen 16:00h* erfolgt der Transfer zum Flughafen und Sie fliegen heim.
* Für Flüge nach Hamburg erfolgt der Transfer bereits mittags!
Wir haben gepflegte Hotels der 3- bis 4-Sterne Kategorie (Landeskategorie) für Sie ausgesucht. In Trabzon wohnen Sie im 4-Sterne Hotel direkt im Zentrum der Stadt. Bei Rize haben wir Ihnen ein 4-Sterne Hotel ausgewählt, das fast schon IM Schwarzen Meer liegt. Die kleine Gartenanlage liegt direkt am Wasser. Im Bergstädtchen Yusufeli wohnen Sie in einem sehr guten 3-Sterne-Hotel, das von der engagierten Familie gut geführt wird. Das Hotel verfügt über einen Pool mit Sonnenterrasse. In Kars und Istanbul stehen dann wieder 4-Sterne-Häuser zur Verfügung.
Das Hotel in Trabzon schenkt keinen Alkohol aus. Auch wenn Trabzon eine moderne Großstadt ist, ist Alkohol nicht überall zu bekommen. In allen anderen Hotels gelten jedoch die normalen Standards. Alle Zimmer verfügen über Bad oder Dusche/WC. Während der Rundreise wird das Abendessen in den Hotels serviert.
Mittwochs jeweils ab München und Frankfurt.
Für Flüge ab Hamburg*, Berlin* und Stuttgart* Termine auf Anfrage.
22. / 29. August 2012
05. / 12. / 19. September 2012
am 22.08., 12.09. und 19.09.2012
EUR 1198 im Doppelzimmer
EUR 180 im Einzelzimmer
am 29.08. und 05.09.2012
EUR 1248 im Doppelzimmer
EUR 180 im Einzelzimmer
* Flughafenzuschlag EUR 30
WICHTIG:
Leser von Chrismon und der Kirchenpresse geben bitte bei Buchung ihren VIP-Reisecode an.
Wenn Sie zwei oder mehrmals im Jahr reisen, so lohnt sich eine Jahresversicherung. Auch Reiserücktrittskostenversicherungen können wir Ihnen zu diesen sehr vorteilhaften Konditionen anbieten. Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
Die Gebirgslandschaften sind keineswegs sommertrocken. Das hier gezeigte Bildmaterial wurde bei einer Exkursion Mitte Dezember aufgenommen. Die Aufnahmen entstanden bei Temparaturen von bis zu -18°C.