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Gerne notieren wir Ihr Interesse und melden uns, sobald wir für diese Reise neue Termine festgelegt haben. Bitte beachten Sie auch unsere aktuelle Sonderreise "Schauplätze großer Geschichte", die Kappadokien einbindet.
Kappadokien ist ein faszinierendes Meisterwerk, das Mensch und Natur Hand in Hand schufen. Über Jahrhunderte existierte hier ein blühendes Zentrum christlicher Kultur. Neben Glanzlichtern der hethitischen und byzantinischen Epoche möchten wir Ihnen auf dieser Reise eine der bizarrsten und eindrucksvollsten Landschaften der Welt vorstellen, in der irreal anmutende Assoziationen an Feenkamine, Zuckerguss und Mondlandschaften mit Schlagsahnehäubchen wach werden. Die wissenschaftliche Erklärung klingt nüchterner: Die Erosion formte im Laufe der Jahrmillionen im weichen, hellen vulkanischen Tuffgestein vielfältigste Formen, Rinnen, Täler und Plateaus und schuf damit diese Wunderwelt aus Stein. Darin verbergen sich mehrstöckige unterirdische Siedlungen und byzantinische Höhlenkirchen mit außergewöhnlichen Fresken, in denen Generationen von Christen einst Zuflucht suchten. Obwohl von der UNESCO als Welterbe geschützt, ist diese Landschaft keineswegs rein museal. Bis heute sind viele der Höhlenhäuser bewohnt.
Kappadokien liegt mitten im Herzen der Türkei. Unsere Erlebnis-Studienreise verzichtet auf die meist üblichen, endlos langen und anstregenden Transfers quer durch das Land. Sie fliegen stattdessen Ankara an und besuchen neben der Hauptstadt der Türkei und der Erosionslandschaft Kappadokiens die bedeutenden hethithischen Stätten Hattuscha/Hattusa, Kültepe/Kanesch und Kayseri.
Mit Linienflügen von Turkish Airlines fliegen Sie nach Ankara (je nach Abflughafen in Deutschland ggf. via Istanbul). Unsere Reiseleitung begrüßt Sie am Flughafen und Sie beziehen Ihr Hotel für die ersten beiden Nächte. Nach einem Begrüßungsgetränk essen Sie gemeinsam zu Abend.
Nach dem Frühstück unternehmen wir eine Stadtrundfahrt in Ankara, seit 1923 Hauptstadt und zweitgrößte Stadt der Türkei. Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde Ankara zum Symbol der jungen Republik und der Wiedergeburt der Türkei als moderne Nation. Das Grabdenkmal des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk ist verehrtes Ausflugsziel der Bevölkerung und Symbol der Stadt. Im Museum für Anatolische Zivilisationen machen wir uns anschließend mit den Hintergründen des hethitischen und anatolischen Kulturerbes vertraut.
Die Kultur der Hethiter war sehr hoch entwickelt. Neben Ägypten und Assyrien/Babylonien waren die Hethiter die dritte Großmacht des Alten Orients. Unsere Reise führt uns heute nach Bogazkale, die Hethiterhauptstadt Hattusa. Der Königskult dieser Epoche war stark ausgeprägt und Könige wurden gottgleich verehrt, ihre Großkönige herrschten zwischen 1650 und 1200 v. Chr. über weite Teile Kleinasiens und Syriens. Das berühmte Felsheiligtum Yazilikaya zeigt eine Prozession der Götter. Das heute von der UNESCO als Weltkurerbe geschütze Hattuscha war von einer mächtigen Mauer geschützt. Wie die weitläufigen Ruinen zahlreicher imposanter Tempelanlagen und Paläste erzählt sie von ausgeklügelten Verteidigungssystemen, Macht und Reichtum.
Die abendliche Ankunft im Herzen Kappadokiens wird Sie neugierig machen und ins Schwärmen geraten lassen: Rechts und links des Weges Feenkamine, Felsnadeln mit "Hütchen" und sanfte Hänge, die an Tortenguss mit Sahnehäubchen erinnern. Für die nächsten vier Nächte wohnen Sie mittendrin in diesem Naturwunder. Wir haben Ihnen hier sehr schöne und regionaltypische Hotels ausgewählt.
Am Vormittag erkunden Sie das weitläufige Tal von Göreme. Die Landschaft besteht aus Felswänden, Tuffpyramiden und Kegeln, die wie Ameisenhaufen durchlöchert sind. Allein in Göreme soll es über 360 Höhlenkirchen und Klöster geben, von denen die ältesten bis in das siebte Jahrhundert zurück datiert werden. Deren Fresken und Wandbilder mit Darstellungen der christlichen Mythologie, insbesondere die der Dunklen Kirche, zählen zu den bemerkenswertesten Beispielen byzantinischer Kunst innerhalb der Türkei. Dieses Freilichtmuseum ist daher seit 1985 von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützt.
In Uchisar, dem höchstgelegenen Ort der Region, legen wir eine Mittagspause ein. Wuchtige Steinpyramiden stehen mitten im Dorf. Ihre dunklen Spitzen überragen die Häuser. Vom mächtigen, einst für Wohnzwecke ausgehöhlten Felsen mit seiner zerfallenen Burg schweift der Blick weit hinweg über die Tufflandschaft. An klaren Tagen ist im Osten der Gipfel des Erciyes Dagi (3.916 m) zu erkennen, auf dessen Eruptionen diese beeindruckende Landschaft zurück zu führen ist. Zu Füßen der Stadt erstreckt sich das Tauben-Tal (Güvercinlik-Vadisi). Zur Zeit der Römer dienten die ausgehöhlten Feenkamine und Höhlen am Hang als Grabstätten, dann hat man sie als Taubenschlag genutzt. Die surreal wirkenden Felsformationen sind auch als Kulisse für Science Fiction-Filme sehr beliebt.
Dann geht die Fahrt zum Burgberg von Ortahisar, das Zentrum des Obstanbaus ist. Die Früchte werden in Felshöhlen bei konstanter Temperatur knapp unter 10°C gelagert. Ein Dorfspaziergang führt zu Wohnbauten des frühen 19. Jahrhunderts und auch hier sind in den umliegenden Tälern zahlreiche Felskirchen zu finden.
Vormittags lernen Sie in einer Teppichknüpferei den gesamten Prozess der Herstellung von der Rohstoffgewinnung, Seide, Baumwolle und Wolle bis zum fertig geknüpften Produkt kennen und erleben eine eindrucksvolle Präsentation der schönen Stücke.
Im Zelve-Tal lag eine der größten Siedlungen Kappadokiens. Sie wurde erst in den 50er Jahren wegen Einsturzgefahr aufgegeben, sodass hier noch sehr authentische Wohnanlagen nachzuempfinden sind. Das Simeonstal ist nach einem Einsiedler benannt und auch als Tal der Mönche oder Tal der Feenkamine bekannt, die hier über 10m hoch und in Perfektion zu bewundern sind.
Eine wunderschöne Wanderstrecke erwartet uns in der Roten Schlucht und dem Rosental. Sie führt durch intensiv rot und rosa gefärbte Erosionslandschaften, vorbei an Höhlenwohnungen und ?kirchen, dann quert sie Weintrauben-, Kartoffel und Kürbispflanzungen von Kleinbauern. Zum Abschluss des Tages besuchen wir Cavusin, dessen verlassener Altstadtbereich, eine Felswand, spontane Assoziationen an einen durchlöcherten Käse weckt.
Am Morgen besuchen wir das Ihlara-Tal. Dem Grand Canyon gleich, durchfurcht die Schlucht die Landschaft Kappadokiens. Ihre Steilwände ragen 100 bis 150 m empor. Die erkaltete Lava des einst tätigen Vulkans Hasan Dagi (3.253 m) bildete gewaltige Risse und Einbrüche, in die das Schmelzwasser des Flusses Melendiz Suyu drang. Dieser grub sich in vielen Windungen immer tiefer durch den weichen Tuffstein. Heute fließt er als klares, von Pappeln und Weiden gesäumtes Bächlein durch den schattigen Talgrund. Welch idealer Rückzugsort für Gläubige und Eremiten, die hier ihre Höhlen und Höhlenkirchen in einem besonderen Stil gestalteten. Auf einer leichten Kurzwanderung entdecken wir diese eindrucksvolle Canyon- und Kirchenlandschaft.
Früheste Erwähnungen im 4 v.Chr. dokumentieren, dass schon die frühen Bewohner Kappadokiens die geologische Besonderheit ihres Siedlungsraum zu nutzen gewusst und ihre Städte nicht nur oberhalb der Erde errichtet, sondern diese auch subterran in den leicht zu bearbeitenden Tuffstein gehauen haben. Eigenwilligere Interpretationen Dänikens, es handle sich hierbei um Werke außerirdischer Baumeisterwesen, können Sie am Nachmittag gern am Beispiel der unterirdischen Stadt Sarahtli überprüfen.
Die kleine, reizvolle seldschukische Karawanserei Sari Han wurde erst vor einigen Jahren sorgfältig unter Erhalt der sie kennzeichnenden gelben Quadersteine restauriert. Sie lag auf dem Karawanenweg von Ankara nach Kayseri.
Wir schauen und dann das Grabungsfelds der hethitischen Residenz Kanesch bei Kültepe an. Der Ort war Handelsposten und Endstation der Karawanen nach Assyrien. Die Ruinen der Siedlung weisen verschiedene Besiedlungsphasen, Königspaläste und eine assyrische, extraterritoriale Händlersiedlung aus.
Die letzte Übernachtung erfolgt in Kayseri. Caesarea, so hieß die Stadt einst, war in der Antike zeitweilig geistiges Zentrum und Bischofssitz mit Status einer Metropolis. Eine weitere Blütezeit erlebte Kayseri unter den Sultanen der Rum-Seldschuken. wo wir die Reise mit dem Besuch der Honat Hatun Moschee mit Mausoleum, der Burg, der Ulu Moschee sowie dem touristisch noch kaum überprägten gedeckten Basar ausklingen lassen.
Transfer zum Flughafen in Kayseri und Heimreise via Istanbul. Für einige deutsche Flughäfen kann die Verbindung zurück ab Nevsehir günstiger sein. Der Transfer erfolgt dann dorthin.
In Ankara und Kayseri wohnen Sie in gepflegten Hotels der guten bis sehr guten Mittelklasse (Landeskategorie 4 Sterne). Die Zimmer verfügen über Dusche oder Bad/WC, Radio, TV und Klimaanlage.
Für die 4 Nächte in Kappadokien haben wir sehr schöne und exklusive Hotels mit regionalem Charakter im Raum Göreme/Ushisar vorgesehen. Wenn möglich, können dies u.a. Boutique Hotels wie das Hotel Taskonaklar oder Karlikevi (Hotelbeispiele) sein. Beide genannten Häuser liegen in Ushisar in Panoramalage oberhalb des Taubentals.
Höhlenwohnungen und -hotels sind in der Reiseliteratur umfangreich beschrieben und für Kappadokien sehr typisch. Keine Unterkunft gleicht der anderen, alle sind mit Liebe zum Detail ausgestattet. Die Gäste, die bisher mit uns in Kappadokien gereist sind, lobten den besonderen Charme der Objekte sehr.
Im Sinne eines nachhaltigen Tourismus legen wir Wert darauf, mit der Wahl dieser sehr besonderen Unterkünfte die In-Wert-Setzung der historischen Bausubstanz zu unterstützen. Diese Boutique-Hotels sind im Privateigentum und zeigen das große Engagement der Besitzer, Vorhandenes neu zu nutzen und dessen Erhalt dadurch zu sichern. Heute sind diese Unterkünfte Juwelen im Umfeld der sie umgebenden Bebauung. Sie erlauben einen Einblick in die alten Wohnstrukturen des Ortes Ushisar.
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