Als Offizier a.D. analysiert und veranschaulicht Wolfram Gebhardt neben den historischen und archäologischen Fakten inbesondere die strategischen Überlegungen der Heerführung, die hinter den verschiedenen Theorien rund um die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Rhein und Weser stehen.
Als Autorin eines historischen Romans zum Thema, beschäftigt sich Cornelia Müller-Hisje intensiv mit der Frage, welche Rolle die römischen und germanischen Heiligtümern spielten. Wer war Arminius? Wie konnte er, unabhängig vom Ort der Schlacht selbst, die Truppen auf sich vereinen? Ihre Geschichte trifft ins Herz.
Der historische Roman "Cornelius Lupus - Der Wolf des Arminius" ist so spannend geschrieben, dass Sie ihn nicht wieder aus der Hand legen werden. Er kommt aus Lippe und spielt in der Region. Die Autorin Cornelia Müller-Hisje ist Reiseleiterin unserer Studienreise. Besser kann Reiseliteratur nicht zu einer Themenreise passen.
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Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie an dieser Reise Interesse haben. Wir melden uns dann bei Ihnen, sobald wir für dieses Programm neue Reisetermine festgelegt haben.
Das Land des Hermann begeistert mit einer außergewöhnlichen Kulturdichte, vielfältig erlebbarer Geschichte und einzigartigen Kulturangeboten. Im Varusjahr 2009 setzt hier das Internationale Kulturprogramm mit hochkarätigen Künstlern und Inszenierungen ganz besondere Glanzlichter.
Der Beginn des Varus-Jahres wurde mit einem multimedialen Feuerwerk am Hermannsdenkmal gefeiert. Doch Natur-Inszenierungen sind nicht planbar: Durch kurz vor zwölf plötzlich aufziehenden Nebel hüllte sich das Denkmal in Mythos-Stimmung. Stand Varus vor 2000 Jahren ebenso fassungslos im Teutoburger Wald und versuchte verzweifelt Arminius im Dunst zu entdecken?
Auf den Literaturfund der Annalen des Tacitus zurückgehend, sind die historischen Fakten dieser Studienreise schnell zusammengefasst: Tacitus berichtet, dass im Jahr 9 n.Chr. die römischen Legionen des Varus und die germanischen Stammesverbände unter Führung des Arminius aufeinander trafen (Annalen I, 55-61). Der Ausgang dieser Schlacht im Teutoburger Wald erschütterte das römische Selbstverständnis schwer: Eine so verheerende Niederlage hatten die bisher als unschlagbar geltenden Elitetruppen des römischen Imperiums lange nicht erlitten.
"Varus, gib mir meine Legionen wieder!"
Drei Legionen - mehr als 15.000 Mann und sein eigenes Leben - verlor der römische Statthalter Varus in einer noch heute unfassbaren Auseinandersetzung mit einem Feind, der aus der eigenen Mitte kam.
Mythos eines Freiheitskampfes, der Europa bewegte
Wer war dieser Arminius, und wie wurde aus einem hoch dekorierten römischen Reiterführer der gefürchtete germanische Guerillakämpfer, der es fertig brachte, Rom in der Blüte seiner Macht aus Germanien zu vertreiben? Welche aktuelle Bedeutung haben die von ihm angeführten Befreiungskämpfe für die Identitätsbestimmung der Deutschen noch heute?
Viel spannender als das Nachzeichnen einer grausamen Schlacht und die Diskussion ob (oder ob eben nicht) Kalkriese Ort der Varusschlacht ist, zeigt sich die Struktur dieses "ersten 30jährigen Krieges auf deutschem Boden". Was sind die Hintergründe, was macht diese Schlacht - über die man so wenig sicher weiß - bis heute ungemein faszinierend?
Diese fachkundig begleitete Varus-Studienreise wie auch unsere PKW-Tour Arminius ganz privat lassen Sie Geschichte entdecken.
2009 jährte sich dieses historisch sehr bedeutende Ereignis und Deutschland blickte auf 2000 Jahre Varusschlacht zurück. Das Thema bleibt noch weit darüber hinaus spannend, denn der römisch-germanische Konflikt endete nicht im Morast eines regnerischen Tages im September des Jahres 9...
Viel wurde geforscht, geschrieben, Einiges weiß man und noch mehr wird vermutet. Die Varusschlacht bewegt und macht neugierig auf die nur schwer fassbar scheinenden Hintergründe.
Wir möchten Ihnen topographische Zusammenhänge aufzeigen und in der Landschaft verdeutlichen, was die engagiert verfolgten Theorien der Schlachtortbestimmung bedingt.
Unsere 4-tägige Reise führt zu den wichtigsten Ausstellungen, Fundorten, Lagern und Stätten, die rund um diese Schlacht diskutiert werden, die interessanterweise nach dem Verlierer benannt wurde. Einen Reisetermin bieten wir darüber hinaus als besonders intensives 5-tägiges Programm mit einer ergänzenden Exkursion in das Paderborner Land und den Arnsberger Wald an.
Im Anschluss an Ihre Anreise nach Wahl begrüßt Sie unsere Reiseleitung um 10:00 Uhr am Bahnhof von Wesel (s.u. An-/Abreise-Info). Im einstigen Kastell Xanten besuchen wir dann nach kurzer Fahrt über den Rhein das erst 2008 eröffnete RömerMuseum. Architektonisch verschmelzen Elemente des archäologischen Schutzbaus über den Thermen mit einem modernen Museumsgebäude. Geschichte wird im Innenraum auch gestalterisch auf verschiedenen Ebenen und aus vielen Perspektiven betrachtet. Hier sind die geschichtlichen Hintergründe, die Waffentechnik und auch der Lebensstil der Römer am Niederrhein als informativer Einstieg in unser Thema dokumentiert.
Im Maßstab 1:1 zeigt der Archäologische Park Xanten römische Bauten wie den Hafentempel, das Amphitheater und die Stadtmauer als Modell an originalem Ort. In der römischen Herberge überzeugen wir uns bei einem Mittagsimbiss von der Schmackhaftigkeit antiker Rezepte.
Dann geht die Fahrt durch die Lippeniederung in das Römerlager Haltern am See. Die Militäranlagen gehören zu den wichtigsten und am besten erforschten Komplexen des Imperium Romanum zur Zeit des Augustus. Dies wird im Römermuseum sehr anschaulich gezeigt.
Auf der Weiterfahrt nach Bad Salzuflen queren wir den überaus bedeutenden Wasserweg der Lippe und bekommen einen Einblick in die strategische und koloniale Eroberungspolitik Roms. Für die gesamte Reisedauer checken Sie am Abend im 4-Sterne-Altstadt Palais Lippischer Hof im Staatsbad Salzuflen ein.
Der Museumsleiter des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen veranschaulicht uns am Morgen die Lebensweise der Germanen, die in deutlichem Kontrast zu dem am Vortag Gesehenen steht. Hier wird transparent, über welche Techniken die Germanen verfügten und beeindruckend klar, mit welchen kulturellen Unterschieden sich Arminius als Fürstensohn der Cherusker souverän arrangierte, als er im römischen Militär seine kometenhafte Karriere absolvierte.
Über die Iburg geht die Fahrt an die Weser, die Ziel der römischen Eroberungspläne war. In der berühmten Klosterbibliothek von Corvey wurden Mitte des 15. Jahrhunderts die Annalen des römischen Autors Tacitus gefunden. Sie überliefern die Geschichte der Varusschlacht. Mit ihnen begann die zweite große Karriere des Arminius, der - eingedeutscht als Hermann - zu einer der wichtigsten Symbolfiguren der Deutschen wurde.
Von hier aus fahren wir nach Lügde, wo ein noch nicht ergrabenes Sommerlager des Varus angenommen wird und im weiten Talbereich militärisch vorstellbar ist, welchen Platzbedarf Truppen benötigten, um in geordneter Formation zu marschieren. Von hier aus nähern wir uns dem Teutoburger Wald und dem germanischen Heiligtum der Externsteine, die wir in Abendstimmung erleben möchten. Nach einer kleinen Wanderung durch den Hudewald des Naturparks Teutoburger Wald geht die Fahrt zurück zum Hotel.
"Das ist der Teutoburger Wald, / Den Tacitus beschrieben, / Das ist der klassische Morast, / Wo Varus stecken geblieben. / Hier schlug ihn der Cheruskerfürst, / Der Hermann, der edle Recke; / Die deutsche Nationalität, / Die siegte in diesem Drecke."
(Heinrich Heine 1843, Deutschland. Ein Wintermärchen)
Um die möglichen Orte der Varusschlacht ranken sich zahllose Legenden und Theorien. Über Knetterheide (Gnida Feld?) nähern wir uns den archäologischen Fundstellen und mutmaßlichen Feldlagern direkt am Fuße des Teutoburger Waldes, der für die Schlacht als Landschaftsbezug den Namen gab. Eine der älteren und intensiv vertretenen Theorien lokalisiert sie in die schluchtartigen Passagen des hier nur wenige Gehminuten breiten Mittelgebirges. Die Dörenschlucht steht dafür repräsentativ. Bei einem Spaziergang wird eindrucksvoll deutlich, dass eine geordnete römische Truppenorganisation in diesem für germanische Guerillaaktionen prädestiniert wirkenden Gelände völlig unmöglich war. Bis heute sind Landwehren, im als archäologischem Bodendenkmal geschützten Gelände, erkennbar.
Der Plan, dem Cheruskerfürsten auf der Grotenburg bei Detmold ein weithin sichtbares Denkmal zu setzen, geht zurück auf den Bildhauer und Architekten Ernst von Bandel. Er widmete sein Leben und künstlerisches Wirken der Idee, mit seinem Hermannsdenkmal ein allgemeingültiges Nationalsymbol zu schaffen. Unter schwierigsten finanziellen und gesundheitlichen Bedingungen erreichte er die Fertigstellung und Einweihung am 16. August 1875. Nach einem Rundgang um diese tatsächlich "größte" Sehenswüdigkeit unserer Reise geht die Fahrt nach Detmold.
Im Landesmuseum gehen wir der Frage nach, welche Auswirkungen die Varusschlacht auf die deutsche und europäische Geschichte hatte. Warum wandte sich Arminius von Rom ab und wurde zu einem erbitterten Feind des Imperiums? Welche Folgen hatte sein Wirken und wie wurden aus Arminius und seinen Germanen so wichtige Symbolfiguren der Deutschen? Im Anschluss an den Museumsbesuch bleibt Zeit zum Stadtbummel in der historischen Residenzstadt Detmold.
Wo lag das Sommerlager des Varus? Das ist eine entscheidende Frage bei der Lokalisierung der Schlachtorte. Der jüngste archäologische Fund löste im Sommer 2008 bundesweit hohe Aufmerksamkeit der Medien aus. In einem Neubaugebiet an der Porta Westfalica wurde ein Römerlager gefunden. Einiges deutet darauf hin, dass hier ein Teil der Truppen von Varus lagerte, bevor sie 9 n.Chr. in die Schlacht zogen. Im Übergang zur Norddeutschen Tiefebene wird topographisch anschaulich, dass Germanicus im Jahre 16 hier die Schlacht auf dem Idistavisischen Feld gegen Arminius geführt haben könnte, über die Tacitus (Annalen II, 19) schreibt.
Seit 20 Jahren wird im Museum und Park Kalkriese zur Varusschlacht geforscht. Im Anschluss an den Besuch der Ausstellung überblicken und begehen wir das weitläufige Gelände, in dem regeläßig auch thematische Kunstausstellungen stattfinden.
Mit zahlreichen beantworteten und sicherlich einigen neuen Fragen endet diese Studienreise am Nachmittag in Osnabrück. Bahnreisende können von hier aus direkt heimfahren. Oder Sie entscheiden sich, noch einige Tage in Bad Salzuflen zu verlängern. Der Bus bringt Sie gerne auch zum Altstadt Palais Lippischer Hof in Bad Salzuflen zurück.
Dieser Zusatztag vervollständigt den Überblick über die als möglich diskutierten Schlachtorte. Südlich des heute so bezeichneten Teutoburger Waldes finden sich bis in den Arnsberger Wald hinein römische Lagerstrukturen wie auch wichtige germanische Heiligtümer.
Zu den legendären Ereignissen mit tatsächlich zu belegenden Akteuren gehört der mysteriöse Goldadlerfund am Kreuzungspunkt von drei Königswegen auf dem Salmesfeld. Anschließend suchen wir den Drususaltar auf dem wahrscheinlichen Schlachtfeld von Arbalo unter dem Feldherrn Drusus auf.
In der sächsischen Geschichte ist die große Bedeutung der Eresburg als angenommener Standort der Irminsul belegt. Die Lage auf einem Tafelberg über dem Tal der Diemel, das als Weserzufluss strategisch wichtig war, wurde durch die Jahrhunderte hart umkämpft.
Nach dem Besuch des germanischen Heiligtums der Bruchhausener Steine bei Olsberg erreichen wir das Römerlager Kneblinghausen. Es spielt als strategischer Punkt eine wichtige Rolle in einer Schlachtfeldalternative: Arnsberger Wald. Gute 70km und einige römische Tagesetappen sind es von hier bis zum Kastell Anreppen, wo aktuell gegraben wird. Es soll sich um das vom römischen Geschichtsschreiber Velleius Paterculus erwähnte Winterlager am Oberlauf der Lippe handeln. Im gut 23ha großen Lager waren wohl 6000 Mann stationiert. Hier wird die Residenz des Tiberius, Adoptivsohn des herrschenden Kaisers Augustus, angenommen. Anreppen wurde noch vor der Varusschlacht aufgegeben und planmäßig vernichtet.
Sie können diese Reise ganz bequem und ohne Hotelwechsel erleben. Der zentrale Ausgangspunkt unseres Programms ist das 4-Sterne Hotel Altstadt Palais Lippischer Hof in Bad Salzuflen. Das familiengeführte Hotel liegt im Zentrum der Altstadt, die vom eleganten Staatsbadflair und dem regionalen Baustil der Weserrenaissance geprägt ist.
Aus verschiedenen Gebäuden harmonisch zusammengefügt, ist das Hotel eine kleine Erlebniswelt für sich. Das Restaurant Wintergarten ist mit Wasserspielen und viel Licht mediterran gestaltet. Die "Pharmacy" war vor ihrer Karriere als Hotelbar im Lipperland eine echte englische Apotheke. Allerlei Kurioses von der Pillendose bis zum Schnaps aus dem Reagenzglas finden Sie hier. Lassen Sie sich zurückversetzen in das London der Jahrhundertwende. Auch die beste Cocktailbar Ostwestfalens, das Spirit of India, gehört zum Altstadt Palais Lippischer Hof.
Im Wellnessbereich stehen Ihnen ein Schwimmbad und eine finnische Sauna zur Verfügung. Die Zimmer sind mit modernen Elementen freundlich und individuell gestaltet. Alle verfügen über Bad oder Dusche/WC, Telefon und TV.
Die An- und Abreise ist sehr flexibel zu gestalten. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie dazu Fragen haben:
Unser Programm beginnt am 1. Tag um 10:00 Uhr am Bahnhof von Wesel und endet am letzten Tag nachmittags am Bahnhof von Osnabrück. Beide Orte sind per Bahn bequem erreichbar und Sie können die Fahrkarten (keine Zugbindung!) direkt bei uns bestellen.
Wenn Sie die Anreise per PKW bevorzugen, so können Sie auch in Bad Salzuflen zusteigen. Der Bus fährt hier am 1. Reisetag morgens bereits sehr früh nach Wesel ab.
Am letzten Tag können Sie von Osnabrück aus auch mit dem Bus nach Bad Salzuflen zurück fahren, wo wir Ihnen gerne eine Reiseverlängerung im Altstadt Palais Lippischer Hof arrangieren. In der Tiefgarage (EUR 7 pro Tag) und nahe des Hotels stehen Parkplätze zur Verfügung. Bad Salzuflen hat guten Bahnanschluss.
Preise für die An- und Abreise mit der Deutschen Bahn (2. Klasse, keine Zugbindung) finden Sie im Bereich Reiseservice.
Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie an dieser Reise Interesse haben. Wir melden uns dann bei Ihnen, sobald wir für dieses Programm neue Reisetermine festgelegt haben.
Wolfram Gebhardt und Cornelia Müller-Hisje haben den Forschungsstand mit seinen diversen Theorien und militärstrategisch-topographischen Überlegungen speziell für REISEKULTOUREN umfassend recherchiert und werden Ihnen dieses spannende Thema vor Ort lebendig nahe bringen. Ihnen ein herzliches Dankeschön für das große Engagement im Themenbereich Arminius und Varus
Als in Detmold beheimateter Reiseveranstalter sind wir dem Thema regional sehr verbunden. Dr. Birgit Bornemeier, Geschäftsführerin von REISEKULTOUREN, berät die Region land des hermann Teutoburger Wald touristisch. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie über das hier geschilderte Programm hinaus Fragen zu den Veranstaltungen in der Region haben, eine Gruppenreise planen oder ein individuelles Reisearrangement wünschen. Wir helfen Ihnen sehr gerne weiter.