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Freitag, 18. Mai 2012
Reiseberichte, Lob, Kritik und viele Anregungen, die unsere Gäste von ihren Touren mitgebracht haben.
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so kann er was erzählen.

(Matthias Claudius)

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Spirit of Scotland-Whiskyreise (mit Islay)

09.Juni 2008

von Walter Hielscher

Ehepaar Hielscher beim Italiener in Edinburgh

Hallo Frau Dr. Bornemeier,

nach einer etwas abenteuerlichen Rückreise möchten meine Frau und ich uns bei Ihnen herzlich bedanken für eine perfekte, eindrucksvolle und unvergessene Schottland-Reise! Nachdem ich ja bedingt durch mein Sammler-Hobby seit über 30 Jahren Miniaturen von Distillerien habe, die ich jetzt betreten konnte, das war schon das Größte!

 

Aber auch meiner Frau hat Schottland, das ganze Umfeld, die Landschaften und die Vegetation, die Gift-Shops und vor allem auch Edinburgh sehr sehr gut gefallen. Dieser Reisebeginn mit eineinhalb Tagen Edinburgh war eigentlich die richtige Einstimmung, da hatten Sie völlig recht. Wir haben übrigens am Sonntagabend sehr gut und relativ preiswert in einem italienischen Restaurant genau gegenüber vom Carlton gegessen, das war wirklich sehr gut! Das Lokal heisst "Bella Italia" und ist genau an der Ecke North Bridge/High Street. Vielleicht können Sie dieses Lokal bei künftigen Reisen empfehlen, auch das Personal war aussergewöhnlich nett. Ich sende Ihnen ein Foto, das der Kellner von uns gemacht hat, zu.

 

Auch die Reiseleitung von "Jo" war wirklich Note 1, sie hat sich sehr viel Mühe gegeben und wir haben mehr Distillerien gesehen, fotografiert und betreten als geplant, da war sie sehr flexibel, sehr nett und hilfsbereit in jeder Situation. Der Bus war in sehr gutem neuen Zustand und der Fahrer absolut top!

 

Die Hotels von Crerar waren eigentlich den Umständen nach gut, das Essen war aber relativ einseitig. Wir hatten im Loch Fyne Hotel dem Grunde nach die gleiche Dinner-Wahl wie im Scotland's Hotel in Pitlochry. Eigentlich hätte ich mal sehr gerne Lamm gegessen, das hatte ich vor 20 Jahren bestimmt 5 oder 6 mal und war mit Beans und Chips immer gut. Aber wegen dem Essen sind wir ja auch nicht nach Schottland. Vom Kollegen Frank Gauert habe ich übrigens den Spitznamen "Mr. Haggis" erhalten! Also, die Reisegruppe, vor allem Frank Gauert war eine lustige Bereicherung, aber auch alle anderen waren absolut nett, pünktlich und es hat sehr gut harmoniert. Als wir einmal als letzte den Bus 5 Minuten vor geplanter Abfahrt betreten hatten, sagte ich zu den anderen, das mir die Pünktlichkeit langsam unheimlich wird! Aber nur wenn alle mitmachen, kann man auch das Programm so bewältigen.

 

Unsere Rückreise war deshalb etwas problematisch, weil es wirklich Utopie ist, den Zug um 12.58 in Brügge zu erreichen. Also Belgien ist in dieser Hinsicht wirklich ein "Problemland". So umständlich und unnötig habe ich noch keine Abläufe erlebt! Das Comic-Heft "Asterix in Belgien" ist eigentlich ein Paradebeispiel! Schon bei der Hinfahrt war die auf den Zugplänen angegebene Gleisnummer Schall und Rauch. Mit viel Glück und Aufmerksamkeit kamen wir zum richtigen Gleis in Brüssel. Aber auch dass dieser Fährbus vom Bargeplein aus fährt und nicht vom relativ grossen Bahnhof aus, ist eigentlich nicht nachvollziehbar, vor allem, weil der Bus auch noch jeweils am Bahnhof direkt vorbeifährt. Man hat hier den Eindruck, dass sich Fähre und Bahn nicht leiden können, da auch die Info-Schalter am Bahnhof Brügge keine Ahnung hatten, dass es überhaupt einen Bus zur Fähre gibt, und wir immer wieder auf die normale Buslinie nach Zeebrügge verwiesen worden sind. Noch ein Tip: In Belgien sollte man nicht die Fahrpläne an den Bahnhöfen lesen und sich auf die dort angegebene Gleisnummer verlassen, sondern unbedingt die Monitore in den Bahnhofsbereichen beachten, nur dort sieht man die aktuelle Gleisnummer der gewünschten Zugverbindung.

 

Aber jetzt nochmals zur Rückreise. Die Fähre kommt um kurz nach 12 Uhr an, dann kommen die Foot-Passengers als letzte von Bord und der Busfahrer wartet natürlich entsprechend lange, dass auch alle, die mitwollen, dabei sind. Da war dann die Abfahrt kurz nach 13 Uhr zum Bargeplein nach Brügge. Was wir anschliessend erlebt haben, im Detail zu erzählen, würde an dieser Stelle zu weit führen. Wir sind dann in Tübingen gegen halb zwölf in der Nacht angekommen und haben dann ein Taxi nach Balingen genommen. Diese Zug- Schiffsreise war unser eigener Wunsch und ich denke nach wie vor, dass es gerade deshalb schöner war, wie einfach mit dem Flugzeug anzureisen. Und ein bisschen Abenteuer gehört dazu, vor allem man kann dabei immer manches lernen!

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies die letzte Reise bei "Reisekultouren" war! Vielleicht sehen wir uns ja mal auf einer Whisky-Messe, in Limburg oder in Berlin. Zum Köpenicker Whiskyherbst würde ich sehr gerne gehen! Sie sagten ja einmal, dass Sie da auch Reisen organisieren wollen.

 

Herzliche Grüße und nochmals vielen Dank!

 

Walter und Brigitte Hielscher

 

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Ehepaar Hielscher hatte die Whiskyreise Spirits of Scotland (mit Islay) im Mai 2008 um ein paar Tage in Edinburgh vor-verlängert und war mit Bahn und Fähre statt Flug gereist.


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