
Sehr geehrte Frau Dr. Bornemeier, nach Rückkehr aus der Türkei möchte ich Ihnen ein großes Kompliment vor allem für die Zusammenstellung der Route von Antiochien/Antakya bis Ephesus bzw. Milet und für die Vermittlung des in jeder Hinsicht kompetenten Reiseleiters, Herrn Özgür Dogan, aussprechen. Seinen guten Kontakten in Antakya war es zu verdanken, dass wir Einblick in die dortige arabisch sprechende griechisch-orthodoxe Gemeinde wie auch in die römisch-katholische Gemeinde gewinnen konnten. In Tarsus konnten wir durch seine Vermittlung in der Pauluskirche spontan eine ökumenische Andacht halten.
Die Unterbringung in erstklassigen Hotels könnte ich ebenso rühmen, wie das in anderen Berichten auf Ihrer Internetseite geschieht, doch sehe ich manches auch kritisch. In Konya fühlte sich unsere Gruppe in dem riesigen Komplex des Hotel Rixos ziemlich verloren, so schön der Blick aus dem 23. Stock auch war. Gibt es für kleine Gruppen in der Türkei keine kleineren, einfacheren Hotels mit einer weniger unpersönlichen Atmosphäre? Wenn ich an die beschwerlichen Fußmärsche von Paulus und seinen Gefährten denke, war mir bei dem Luxus, den wir in den Hotels angetroffen haben, nicht immer wohl. Auf der anderen Seite war es natürlich sehr angenehm, sich am Ende der Reise im Hotel Surmeli Efes bei Kusadasi im Pool oder am Strand erholen zu können. Vielleicht könnte man im Standard der Unterbrinung im Laufe der Woche variieren?
Dankbar bin ich für den Einblick in den Islam, den wir im Zusammenhang mit dem Besuch des Mevlana-Museums in Konya bekamen. Ebenso für die Informationen über wirtschaftliche Entwicklungen in der heutigen Türkei, etwa in Verbindung mit dem Besuch des Teppichzentrums bei Denizli. Wir erlebten, wie in Ihrem Prospekt angekündigt, eine anschauliche Information über die Herstellung von Teppichen und eine Demonstration wunderschöner Stücke. Dieser Programmpunkt entpuppte sich dann aber mehr und mehr als handfeste Verkaufsveranstaltung, bei der einige unter erheblichen Druck gerieten - zumindest wenn man noch nicht oft im Orient war. Darauf war ich nicht vorbereitet.
Fazit: meine Frau und ich blicken auf eine erfüllte, erlebnisreiche Reise in angenehmer, harmonischer Gemeinschaft zurück. Wir danken Ihnen für dieses Arrangement und für die hervorragende Organisation.
Michael Raithelhuber
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Herr Raithelhuber kommentiert unsere Reise "Glaubensweg des Saulus Paulus".