Große Begeisterung über Kappadokienreise

Reise wurde für den Touristikpreis 2012 von Sonntag Aktuell vorgeschlagen... (weiterlesen)

von E.M.

Sehr geehrte Frau Bornemeier,

wir hatten im September das Vergnügen mit einer Kappadokien-Reise aus Ihrem Hause. Unsere Zufriedenheit und Begeisterung ist so groß, dass wir diese Reise bei Sonntag Aktuell für den Touristikpreis 2012 vorschlagen werden. Im Anhang sehen  Sie unseren Bericht und die Bilder, die wir eingereicht haben.

Liebe zufriedene Grüße

E.M.

 

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Man nehme 3 Berliner/innen, 2 Hamburger/innen, 4 Münchner/innen, 3 Pfälzerinnen und zwei Schwaben,  dazu Berkan als Fahrer und Sedat als sehr kompetenten, freundlichen und für jede Frage offenen Reiseleiter, mit Reisekultouren aus Detmold den Veranstalter und mit Kappadokien als Reiseziel.
Dann hat man die Zutaten für das, was man eine tolle und wunderbare Reise bezeichnet.  


Diese ereignisreiche und interessante Reise in ein Weltkulturerbe der ganz besonderen Art beginnt in Ankara, seit 1923 Hauptstadt und Symbol der jungen Republik. Alte und neue Moscheen stehen auf dem Programm der Stadtbesichtigung, genau wie das Mausoleum des Staatsgründers Kemal Atatürk.
Das Museum für Anatolische Zivilisation vermittelt einen ersten Einblick in die folgenden Tage, ein Eintauchen quasi in die hethitische, assyrische und anatolische Vergangenheit. Auch die Zitadelle in Ankara veranschaulichte die Geschichte der Stadt und heutige soziale Probleme einer Millionenstadt.
Natürlich zeigte sich Ankara auch als pulsierende moderne Großstadt mit allem, was man sich darunter vorstellen kann.


Hattuscha, die Hethiterhauptstadt  war das erste Ziel auf der Weiterreise am folgenden Tag. Hier zeigen Ausgrabungen von Tempeln, Palästen und Verteidigungsmau-ern die einstige Pracht und Größe dieser Königsstadt  (ca. 1650 bis 1200 v. Chr.).


Im berühmten Felsheiligtum Yasylykaya konnten wir auf Reliefs zwei Prozessionen von männlichen und weiblichen Mitgliedern des hethitischen Pantheons sowie des mutmaßlichen Errichters Großkönig Tudhalija IV sehen.


Ürgüp ist eine türkische Kleinstadt mit 15.912 Einwohnern in der zentralanatolischen Provinz Nevşehir mit einer Weinkellerei und war das Ziel an diesem zweiten Abend - und ein traumhaftes Hotel beherbergte uns für die folgenden 4 Nächte: Eins der luxuriösen und typischen Höhlenhotels Kappadokiens! Von hier aus haben wir dann Kappadokien kennen gelernt:


Ein ehemaliges "Felsendorf", dessen Bewohner - überwiegend Frauen und Kinder (die Männer sind als "Gastarbeiter" in Europa!) heute in Häusern wohnen, die Felsenhöhlen aber immer noch für touristische Zwecke und als Lager benützen

Das Ihlaratal, ein "Canyon" - tief in die anatolische Hochfläche eingegraben lud zu einem zauberhaften Spaziergang ein. Schattige Wege entlang des Flussbetts, idyllisch. Immer wieder Höhlenmalereien als  Zeichen für ehemalige Siedlungen und Klöster.


Die unterirdische Stadt Saratli wurde zum Schutz gegen immer wieder durchziehende Eroberer und Plünderer angelegt und bot tatsächlich einer gesamten Stadtbevölkerung Schutz.


Die fast schon "obligatorische" Ballonfahrt (für die Mutigen!) über und zwischen die Feen-Kamine - bizarr anmutende "Mondlandschaft", deren Entstehung eine nüchterne, geologische Erklärung hat: Vulkanausbrüche haben das Hochland gebildet, die Erosion formte im Lauf von Jahrmillionen im weichen, vulkanischen Tuffgestein vielfältigste Formen, Rinnen, Täler und Plateaus, die dieser Landschaft ihr unverwechselbares Bild geben: Die drei Grazien zum Beispiel, oder das Rosental und die Rote Schlucht als Wanderweg.


Das Freilichtmuseum Göreme, seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe, beherbergt über 360 Höhlenkirchen und Klöstern - fantastisch!

Uchisar, die "überirdische Stadt" ist geprägt durch den Felsen, der für Wohnzwecke ursprünglich ausgehöhlt wurde. Vereinzelt findet man in einem "Kamin" noch Restaurants, die mit einheimischen Genüssen aufwarten. Die kühlen Höhlen dienen in der Obstregion Ortahisar als Kühlhallen.


Im Städtchen Cavusin mit seiner Felswand-Altstadt kann man den Nachmittagstee gemeinsam mit zurückgekehrten Gastarbeitern einnehmen und in der eigenen Muttersprache mit ehemaligen Arbeitern von BASF oder Daimler plaudern - toll!  


Auch die obligatorische Besichtigung einer Teppichknüpferei (eher Verkaufsstelle) ist auf unserer Reise etwas anders: In die ursprünglich ausschließlich männlich beherrschten Domäne der Verkaufsberater haben Frauen Einzug gehalten!


Ehemalige Karawansereien, schön restauriert, laden auch heute zum Verweilen und Teetrinken. Man kann auch Derwisch-Tänzen beiwohnen oder Souvenirs oder Kunstgewerbe erstehen - Handel wie zu den Zeiten der Karawanen.


Die letzte Nacht und den letztenTag der Reise verbringen wir in Kayseri, dem ehemaligen Caesarea, mit Besichtigungen von Moscheen und dem "Muss-Erlebnis" Basarbesuch. Auch hier fällt auf, dass wir als Touristen sehr willkommen sind.

 

 

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Diese detaillierte Rückmeldung bezieht sich auf unsere Studienreise "Weltkultuerbe Kappadokien und Hattuscha".