Kulturhauptstadt und frühes Christentum

8-tägige PrivatStudienreise von Istanbul zu den Sendschreiben-Gemeinden

Preis auf Anfrage

Unterwegs vom Bosporus zu den Stätten der Johannes-Offenbarung

 

Unsere Reise beginnt am Bosporus, in Istanbul, der Kulturhauptstadt 2010. Über Jahrtausende hinweg entstand hier, an der Nahtstelle zwischen Europa und Asien, ein facettenreiches Kulturmosaik. Vom Meer aus betrachtet bilden die zahllosen Minarette heute eines der schönsten Stadtpanoramen der Welt: Prachtvolles Istanbul, das einst mächtige Konstantinopel! Kaiser Konstantin I. war es, der 325 im nahe gelegenen Nicäa das Erste Konzil einberief und damit einen wichtigen Punkt in unserer Kirchengeschichte setzte.

Die Offenbarung des Johannes geht bereits auf das 1. Jh. n. Chr. zurück. Seine Sendschreiben wurden in einer Zeit an sieben kleinasiatische Gemeinden im Römischen Reich gerichtet, in der Kaiser Domitian versuchte, seine Herrschaft durch eine rigorose Religionspolitik durchzusetzen. Christen bildeten damals eine kleine Minderheit und ihr Glaube duldete den Kaiserkult nicht. Diese bedrängende Situation ist der Hintergrund, vor dem Johannes seine Apokalypse niederschrieb.

Das Besondere

  • Kulturelle Höhepunkte: Istanbul, Konzilstadt Nicäa und Ephesus mit Marienhaus
  • Sie erkunden die Sendschreibengemeiden der Johannes-Offenbarung
  • Anreise mit Linienflug: Turkish Airlines ist Partner der Lufthansa (Star-Allianz)
  • Reise zum Wunschtermin exklusiv als Privatreise mit Chauffeur und Guide bereits ab 2 Personen oder für Ihre eigene Gruppe

Ihre Reiseerlebnisse

Mit dieser Studienreise laden wir Sie ein, Schauplätze der Geschichte etwas abseits der gängigen Routen zu entdecken und frühchristliche Stätten in ihrem landschaftlichen Zusammenhang und dem heutigen Umfeld einer modernen Türkei zu erleben.

1. Tag - Anreise nach Istanbul
Brücke zwischen zwei Kontinenten

Linienflug mit Turkish Airlines nach Istanbul (Star-Allianz-Partner der Lufthansa). Am Flughafen werden Sie begrüßt und der Transferbus bringt Sie zum Hotel im Zentrum von Istanbul.

2. Tag - Impressionen der Weltstadt am Bosporus
Altstadt mit Hagia Sophia Topkapi-Palast und Bosporusfahrt

Wir blicken zurück in die facettenreiche Geschichte Istanbuls und geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die Zeitreise beginnt an der Theodosianischen Landmauer und führt weiter zum Hippodrom, das im 3. und 4. Jh. als zentraler Ort glanzvoll inszenierter Staatsfeierlichkeiten, pompöser Triumphzüge und rasanter Wagenrennen angelegt wurde.

Die Hagia Sophia zeugt von der Verbindung der römischen Reichsidee mit der christlichen Vorstellung des Gottesreichs auf Erden. Sie ist Symbol für den religiösen aber auch kulturellen Schmelztiegel Istanbul. 532 mit nur sechs Jahren Bauzeit errichtet, blieb sie nahezu 1000 Jahre lang das gewaltigste und ehrwürdigste Gotteshaus der Christenheit. 1453 wurde sie dann, um Minarette ergänzt, zur Moschee. Konstantinopel heißt fortan Istanbul. Im Ensemble mit der Hagia Sophia erhebt sich unweit entfernt die Sultan Ahmet Camii in herrlicher Lage hoch über dem Marmarameer. Dieses bedeutende Sanktuarium des Islams ist an ihren sechs Minaretten erkennbar und wird aufgrund ihrer prächtigen Fayencen auch als Blaue Moschee bezeichnet.

Der Topkapi Serail war die Regierungszentrale des Osmanischen Reiches, religiöser Mittelpunkt des halben bekannten Erdkreises, Stätte von Politik, Intrigen und tödlicher Langeweile. Nach der ausführlichen Besichtigung (mit Schatzkammer) genießen Sie die schönste Sicht auf Istanbul bei einer Schifffahrt auf dem Bosporus. Diese Panoramafahrt zwischen Europa und Asien führt am Dolmabahce Palast vorbei zur imposanten Bosporusbrücke. Das Abendessen haben wir Ihnen am heutigen Abend in einem landestypischen Restaurant vorgesehen.

3. Tag - Konzilstadt und byzantinisches Erbe
Über das Marmarameer nach Nicäa/Iznik und Bursa

Wir verlassen Europa, passieren mit dem Bosporus die Kontinentalgrenze zu Asien und reisen mit der Fähre über das Marmarameer in Richtung Iznik. Hier wurde 325 das Erste Konzil von Nicäa durch den römischen Kaiser Konstantin I. einberufen, um den in Alexandria ausgebrochenen Streit über den Arianismus zu schlichten. Mehr als 300 Bischöfe aus dem gesamten damaligen Verbreitungsgebiet des Christentums nahmen teil und stimmten dem nicäischen Glaubensbekenntnis zu. Die Kanons des Konzils sind die ersten Lehrentscheidungen der christlichen Gesamtkirche und wurden im Reich verpflichtend.

Nach dem Besuch der Hagia Sophia von Iznik, in der das 7. Konzil abgehalten wurde, fahren wir weiter nach Bursa. Das antike Prusia war ab 1326 Residenz der osmanischen Sultane. Winkelige Gassen, malerische alte Häuser, imposante Moscheen und dichtbevölkerte, nach allen Wohlgerüchen des Orients duftende Basarstraßen, Brücken über tiefe Schluchten mitten in der Stadt, moderne Boulevards und berühmte Thermalquellen - das sind nur einige der Schönheiten der typisch anatolischen Provinzhauptstadt. Wir besichtigen die Ulu Moschee, ein Vorbild der seldschukischen Hallenmoscheen, und es bleibt Zeit für einen Bummel über den wunderschönen Seidenbasar Koza Han.

4. Tag - Sendschreiben-Gemeinden der Offenbarung
Über Thyatira, Sardes und Philadelphia nach Pamukkale

Die Sendschreiben-Gemeinde Thyatira, das heutige Akhisar, findet auch in der Apostelgeschichte als Heimat der Purpurhändlerin Lydia Erwähnung. Eine weitere Gemeinde der Johannes-Apokalypse ist Sardes, die Hauptstadt des sagenhaften Lyder-Königs Krösus, dessen unermesslicher Reichtum legendär ist. Die Besichtigung des unvollendet gebliebenen Artemistempels vor der Kulisse der Akropolis verdeutlicht, wie bedeutend die Stadt als Zentrum der Alten Welt war. An der Südostseite des Tempelhügels besichtigen wir die Ruine einer byzantinischen Kapelle aus dem 8. Jahrhundert. Die Synagoge ist eine der ältesten der jüdischen Diaspora und ein prachtvolles kulturhistorisches Denkmal ersten Ranges. Über Philadelphia/Aksehir, eine weitere Sendschreiben-Gemeinde, geht die Fahrt weiter in das seit der Antike für seine Thermalquellen bekannte Pamukkale.

5. Tag - Antikes Heilbad und Stätte der Bibel
Pamukkale, Hierapolis und Laodicea

Am Morgen bestaunen Sie die Kalksinterterrassen von Pamukkale. Hier tritt an einer geologischen Bruchzone 35°C warmes, stark kalk- und kohlensäurehaltiges Wasser aus. Bei der Abkühlung am Hang hinterlässt es beeindruckende, weiße Stufen und Tröge. Das Naturwunder wird von der UNESCO als Welterbe geschützt und treffend als Baumwollschloss bezeichnet. Der an den Quellen gelegene Ort Hierapolis war schon im Altertum als Heilbad berühmt. Diese antike Großstadt hatte rd. 100.000 Einwohner, wovon das bestens erhaltene Theater und die weitläufige Nekropole eindrucksvoll zeugen.

Dann staunen wir über die Ausmaße der antiken Großstadt Laodicea in Phrygien. Die hiesige christliche Gemeinde wird im siebten und letzten Sendschreiben der Johannes-Offenbarung getadelt. Die biblischen Bezüge zur einstigen wirtschaftlichen Blüte der Stadt durch Purpur-Färberei und die florierenden Produktion von heilender Augensalbe werden vor Ort eindrucksvoll deutlich.

Bereits am Nachmittag sind Sie wieder zurück im Thermal-Hotel und haben Gelegenheit zu einem ausgiebigen Bad im geschichtsträchtigen Nass.

6. Tag - Teppichkunst und göttliche Schönheit
Über Tavas und Aphrodisias zum Mittelmeer

Die Kultur Kleinasiens ist eng mit der Herstellung von Teppichen verbunden. Auf der Weiterfahrt machen wir einen Abstecher zu einer Teppichknüpferei. Hier lernen Sie den gesamten Prozess der Teppichherstellung von der Rohstoffgewinnung der Seide, Baumwolle und Wolle bis zum fertig geknüpften Produkt kennen.

Anschließend besuchen wir die antike Stadt Aphrodisias, die in römischer Zeit durch den Aphroditekult große Bedeutung erlangte. Die Stadt lebte vom Marmorexport und ihre Bildhauer-Schule zählt zu den berühmtesten der alten Welt. Sie sehen u.a. das Stadion - mit einst 25.000 Plätzen eines der größten und besterhaltenen Stadien Kleinasiens - den Aphroditetempel aus dem 1. Jh. v. Chr., das Odeon und die Thermenanlage. Dann fahren wir weiter zu unserem komfortablen Hotel am Mittelmeer bei Kusadasi.

7. Tag - Ruinenstadt und Nachtigallenhügel
Imposantes Ephesus, Weltwunder Artemision und Wallfahrtsort Marienhaus

Wir unternehmen eine Exkursion zur Sendschreiben-Gemeinde Ephesus, heute eine der größten Grabungsstätten der Welt. Der Erhaltungszustand der Stadtanlage mit Staatsagora, Domitiantempel, Nympheum, Thermen, Marmorstraße und Celsus-Bibliothek ist sehr gut und ermöglicht eine ausgezeichnete Rückschau in die Antike. Im großen Theater, das 25.000 Menschen Platz bot und somit zu den größten Theatern Kleinasiens gehörte, versammelten sich die Silberschmiede gegen Paulus.

Dann bewundern wir das bedeutende byzantinische Bauwerk der Basilika des hl. Johannes und die Ruinen des Artemisions. Nur wenig erinnert heute noch an diesen größten Tempelbau der Antike, der als Weltwunder verehrt wurde und der Legende nach in der Nacht der Geburt Alexander des Großen einer Brandstiftung zum Opfer fiel.

Der Nachtigallenhügel mit dem Haus der Mutter Maria ist die letzte der vielen eindrucksvollen Stationen unserer Reise. In diesem kleinen, schichten Bau soll Maria gestorben sein. Er ist als Wallfahrtsort der katholischen Kirche anerkannt und wurde zuletzt von Papst Benedikt XVI. bei seiner Türkeireise 2006 besucht.

8. Tag - Heimreise
Heute erfolgt der Transfer zum Flughafen Izmir. Sie nehmen einen intensiven Eindruck von den kulturellen Höhepunkten der Türkei und den Stätten unseres Glaubens mit heim.

So wohnen Sie

Sie wohnen in Hotels der guten bis gehobenen Mittelklasse, die nach Landeskategorie mit 4-5-Sternen klassifiziert sind. Alle Zimmer verfügen über Bad oder Dusche/WC, Klimaanlage, TV und Minibar. Das Abendessen wird je nach Hotel als Menü oder Buffet angeboten.

Inklusivleistungen

  • Linienflug mit Turkish Airlines von Deutschland nach Istanbul und zurück ab Izmir (via Istanbul) inkl. 20kg Freigepäck, Bordimbiss sowie allen Steuern und Gebühren
  • 7 Übernachtungen in Hotels der guten bis gehobenen Mittelklasse (Landeskategorie): 2x 4-Sterne-Hotel in Istanbul, z.B. Hotel Grand Yavuz, 1x 5-Sterne-Hotel in Bursa, z.B. Hotel Almira, 2x 4-Sterne-Hotel in Pamukkale, z.B. Hotel Richmond Thermal, 2x 5-Sterne-Hotel im Raum Kusadasi, z.B. Hotel Sürmeli
  • Halbpension (Frühstück und Abendessen)
  • Flughafentransfers und Rundreise in klimatisierten Deluxe-Reisebussen
  • Qualifizierte deutschsprachige Reiseleitung
  • Empfangsservice am Flughafen
  • Willkommensgetränk im Hotel
  • Eintrittsgelder

Termine und Preise

Wir arrangieren Ihnen eine exklusive Privatreise zum Wunschtermin! Bitte fragen Sie ein Angebot an.

Bitte beachten Sie

  • Exklusive Privatreisen planen wir bereits ab 2 Teilnehmern individuell und auch mit abweichenden Hotels z.B. der Luxuskategorie. Alternativ bietet sich dieses Programm für geschlossene Reisegruppen von Vereinen, Verbänden etc. an.
  • Für die Einreise benötigen Sie als deutsche(r) Staatsbürger(in) einen gültigen Reisepass bzw. Personalausweis
  • Unsere Reisebedingungen finden Sie online im Bereich 'Reiseservice'. Gerne senden wir sie Ihnen auch zu.
  • Fachprogramm © REISEKULTOUREN GmbH Dr. Birgit Bornemeier