Weltkulturerbe in Zentralanatolien

Erfolgreiche Premiere und Bereicherung des Türkei-Reiseangebotes

von H. und G. Wolfram

Sehr geehrte Frau Dr. Bornemeier,

mit etwas zeitlichem Abstand dürfen wir Ihnen einen kurzen Bericht über unsere Reise "Welterbe im Zentrum Anatoliens" vom 9.6.-19.6.15 schicken. Alles verlief wie geplant und auch unsere Verlängerungstage in Istanbul waren problemlos und sehr erfreulich. Sehr positiv überrascht waren wir, dass die Reise trotz der geringen Zahl von 5 Teilnehmern durchgeführt wurde. Unser Führer "Erol" war kompetent, informiert, bestens organisiert und sprach ein hervorragendes Deutsch. Der Fahrer war sicher, zuverlässig und hilfsbereit. Die Reise war insgesamt interessant und sehr informativ, sie bot vor allem von der Natur her eine Türkei, wie wir sie noch nicht kannten. Im Gegensatz zu dem kargen, von der Sonne verbrannten Süden erlebten wir auf dieser Route eine sehr abwechslungsreiche "grüne" Landschaft, die mitunter an deutsches Mittelgebirge erinnerte, nur mit noch üppigerer Vegetation und Artenreichtum. Diese interessante Fazette der Reise könnte durch einen kurzen Besuch des Nationalparks im Gebirge nördlich des Flusses Kizilirmak eventuell noch vertieft werden. Die Highlights von Ankara, die Relikte der hethitischen Kultur und Amasya waren ein sehr guter Start. Die Städte Kastamonu und Safranbolu waren sehr interessant, speziell die stilvollen "Konaks" haben uns sehr beeindruckt. Die Holzmoschee in Kasaba ist ein Juwel, in gleicher Weise war es der Spaziergang durch dieses unverfälschte Dorf. Der Besuch bei dem Safranbauern war sehr informativ, die urtümlichen, aber räumlich sehr beengten Lokalitäten dürften aber durch eine normal große Reisegruppe überfordert werden. Der Aquädukt bei Safranbolu ist ebenso ein interessantes Ziel, das im Bau befindliche zweite Restaurant über der bizarren Schlucht lässt aber darauf schließen, dass diese Sehenswürdigkeit auch schon vom lokalen türkischen Tourismus entdeckt ist.

Diese Reise ist eine Bereicherung Ihres Angebots in der Türkei. Nach einem fulminantem Start könnte aber mancher Teilnehmer gegen Ende weitere Highlights vermissen. Gibt es im Norden an der Schwarzmeerküste keine weiteren Sehenswürdigkeiten, die zu besuchen es sich lohnte?

Besten Dank für diese erfolgreiche Reise und freundliche Grüße

von

H. und G. Wolfram

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Ehepaar Wolfram kommentiert unsere Studienreise "Weltkulturerbe im Zentrum Anatoliens". Bei der Entwicklung dieser Reiseroute haben wir sehr getüftelt und überlegt, wie wir sie am besten "drehen". Zu Beginn zeigen wir Highlights in dichter Folge und gegen Ende wäre ein entsprechender Abschluss-Höhepunkt wünschenswert. Die ursprüngliche Idee war, noch ein Stück die Schwarzmeerküste entlang zu fahren und dann per Schiff über den Bosporus in Istanbul anzukommen. Das mussten wir leider verwerfen, da an der Küste in dem Bereich keine wirklich so spannenden Stätten mehr liegen, die den enormen Umweg und Zeitaufwand lohnen würde.